Immobilien-Lexikon · Finanzierung & Kredit

Eigenkapitalquote – Bedeutung für die Baufinanzierung

Die Eigenkapitalquote bestimmt maßgeblich die Kreditkonditionen und Zinshöhe bei der Immobilienfinanzierung.

Wer eine Immobilie in Rostock kauft, sollte seine Eigenkapitalquote kennen. Sie beeinflusst den Zinssatz, die Darlehenszusage und die monatliche Belastung – ob Eigentumswohnung in Evershagen oder Einfamilienhaus in Gehlsdorf.

DEFINITION

Eigenkapitalquote: Prozentualer Anteil des eingesetzten Eigenkapitals am Gesamtaufwand einer Immobilieninvestition (Kaufpreis + Nebenkosten). Eine Eigenkapitalquote von 20 % bedeutet, dass der Käufer ein Fünftel der Gesamtkosten aus eigenen Mitteln finanziert.

Wie hoch sollte die Eigenkapitalquote sein?

Banken empfehlen mindestens 20–30 % Eigenkapital bezogen auf den Kaufpreis. Idealerweise deckt das Eigenkapital die Kaufnebenkosten (in MV ca. 10–12 %: Grunderwerbsteuer 6 %, Notar ~1,5 %, Makler 3,57 %) vollständig ab plus einen Teil des Kaufpreises. Je höher die Eigenkapitalquote, desto niedriger der Beleihungsauslauf – und damit der Zinssatz.

Auswirkung auf den Zinssatz

Die Eigenkapitalquote hat direkten Einfluss auf den Zinssatz. Banken staffeln ihre Konditionen nach Beleihungsauslauf: Bis 60 % Beleihung gibt es die besten Zinsen, zwischen 60–80 % einen Aufschlag, und über 80 % steigt der Zins deutlich. Bei einer Eigentumswohnung in Rostock für 200.000 € kann der Unterschied zwischen 20 % und 40 % Eigenkapital monatlich 100–150 € ausmachen.

Was zählt als Eigenkapital?

Zum Eigenkapital zählen: Bankguthaben, Bausparverträge, Wertpapiere, bereits abbezahlte Immobilien (als Zusatzsicherheit), Schenkungen und Eigenleistungen (bei Neubau, sogenannte „Muskelhypothek„). Nicht verwechseln mit der Baufinanzierung insgesamt – das Eigenkapital reduziert den Fremdkapitalbedarf.

Häufige Fragen

Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Immobilie in Rostock?
Mindestens die Kaufnebenkosten von ca. 10–12 % sollten aus Eigenkapital gedeckt sein. Optimal sind 20–30 % des Kaufpreises plus Nebenkosten.
Kann ich ohne Eigenkapital eine Immobilie kaufen?
Eine 110-%-Finanzierung ist möglich, aber selten und teuer. Die Bank verlangt höhere Zinsen und strengere Bonitätsprüfung. Ohne Eigenkapital steigt das Risiko erheblich.
Zählt ein Bausparvertrag als Eigenkapital?
Ja – das angesparte Guthaben eines Bausparvertrags zählt vollständig als Eigenkapital.
Wie wirkt sich die Eigenkapitalquote auf den Zins aus?
Pro 10 % mehr Eigenkapital sinkt der Zinssatz typischerweise um 0,1–0,3 Prozentpunkte. Bei einem Darlehen über 200.000 € kann das über die Laufzeit zehntausende Euro ausmachen.
Was ist eine Muskelhypothek?
Eigenleistungen beim Neubau oder bei der Sanierung, die die Bank als Eigenkapitalersatz anerkennt – typischerweise 10–15 % der Baukosten, maximal 30.000 €.
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Hinweis: Dieser Lexikoneintrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: 2025/2026 – Büchel Immobilien Rostock.