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Immobilienlexikon

Kaufnebenkosten – alle Kosten neben dem Kaufpreis

Beim Immobilienkauf fallen neben dem Kaufpreis erhebliche Nebenkosten an. In Mecklenburg-Vorpommern summieren sich diese auf rund 10–12 % des Kaufpreises.

Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Grundbuchgebühren und ggf. Maklerprovision – wer diese Posten kennt, plant sein Budget richtig.

~12 %In MV gesamt
6 %GrESt MV
~1,5 %Notar+Grundb.
~3,57 %Makler (50/50)
Definition

Kaufnebenkosten sind alle Kosten, die beim Immobilienkauf zusätzlich zum Kaufpreis anfallen. Dazu gehören die Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchgebühren sowie ggf. die Maklerprovision. Sie werden in der Regel nicht vom Bankdarlehen gedeckt und müssen als Eigenkapital aufgebracht werden.

Die vier Kostenblöcke

Übersicht aller Kaufnebenkosten

1. Grunderwerbsteuer: In MV 6 % des Kaufpreises – einer der höchsten Sätze bundesweit. 2. Notarkosten: Ca. 1,0–1,5 % für Beurkundung, Vollzug und Treuhandabwicklung. 3. Grundbuchgebühren: Ca. 0,5 % für Eintragung des neuen Eigentümers und der Grundschuld. 4. Maklerprovision: In MV üblich 5,95 % brutto (je 2,975 % für Käufer und Verkäufer nach Bestellerprinzip).

Rechenbeispiel für Rostock

Kaufnebenkosten bei 250.000 € Kaufpreis

Bei einem Kaufpreis von 250.000 € in Rostock fallen an: Grunderwerbsteuer 15.000 € (6 %), Notarkosten ca. 3.750 € (1,5 %), Grundbuchgebühren ca. 1.250 € (0,5 %), Maklerprovision Käuferanteil ca. 7.438 € (2,975 %). Gesamt: rund 27.438 € – also ca. 11 % des Kaufpreises. Diesen Betrag sollten Käufer als Eigenkapital einplanen.

Kaufnebenkosten und Finanzierung

Warum Banken diese Kosten nicht finanzieren

Die meisten Banken finanzieren Kaufnebenkosten nicht über das Immobiliendarlehen, da sie keinen Gegenwert in der Immobilie darstellen. Käufer müssen die Nebenkosten in der Regel aus Eigenkapital aufbringen. Bei einer Baufinanzierung empfehlen Experten, mindestens 15–20 % Eigenkapital mitzubringen – davon rund 10–12 % für die Kaufnebenkosten.

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Regionaler Bezug
Kaufnebenkosten in Rostock & MV

Regionale Besonderheiten bei den Nebenkosten

6 % Grunderwerbsteuer

MV hat einen der höchsten Grunderwerbsteuersätze in Deutschland – seit 2019 unverändert bei 6 %.

Maklerprovision 50/50

Seit dem Bestellerprinzip teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision zu gleichen Teilen.

Eigenkapital-Empfehlung

Bei Rostocker Kaufpreisen von 200–400k € sollten 25–50k € Nebenkosten eingeplant werden.

Häufige Fragen
FAQ – Kaufnebenkosten
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in MV?
In Mecklenburg-Vorpommern betragen die Kaufnebenkosten ca. 10–12 % des Kaufpreises: 6 % Grunderwerbsteuer, ~1,5 % Notar/Grundbuch, ~3,57 % Makler (Käuferanteil).
Kann man Kaufnebenkosten mitfinanzieren?
In der Regel nicht. Die meisten Banken erwarten, dass Kaufnebenkosten aus Eigenkapital bezahlt werden.
Welche Kaufnebenkosten sind steuerlich absetzbar?
Bei vermieteten Objekten können Notar-, Grundbuch- und Maklerkosten als Werbungskosten abgesetzt werden. Die Grunderwerbsteuer wird den Anschaffungskosten zugerechnet.
Wer zahlt die Kaufnebenkosten?
Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch zahlt der Käufer. Die Maklerprovision wird seit 2020 zwischen Käufer und Verkäufer geteilt.
Fallen bei einem Neubau die gleichen Nebenkosten an?
Ja, allerdings berechnet sich die Grunderwerbsteuer beim Neubau ggf. nur auf den Grundstückspreis, wenn Grundstückskauf und Bauvertrag getrennt abgeschlossen werden.
Kann man Kaufnebenkosten reduzieren?
Teilweise: Durch Herausrechnen von Inventar (Küche, Möbel) aus dem Kaufpreis sinkt die Grunderwerbsteuer-Bemessungsgrundlage. Die Notargebühren sind gesetzlich festgelegt.

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HinweisDieser Lexikonbeitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Bitte konsultieren Sie Ihren Steuerberater für individuelle Fragen.
Quellen: GrEStG MV, GNotKG, Maklergesetz (§ 656a–d BGB). Stand: April 2026.
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