Immobilienlexikon · Buchstabe U
Unbedenklichkeitsbescheinigung – das letzte Puzzleteil vor der Eigentumsumschreibung
Ohne Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts wird keine Immobilie ins Grundbuch umgeschrieben. Sie bestätigt, dass die Grunderwerbsteuer gezahlt wurde – oder kein Steueranspruch besteht.
In der Abwicklung eines Immobilienkaufs in Rostock ist die Unbedenklichkeitsbescheinigung das letzte bürokratische Nadelöhr. Der Notar wartet auf sie, bevor er die Grundbuchumschreibung beantragt. Wer die Grunderwerbsteuer schnell zahlt, beschleunigt den Prozess.
Definition: Was ist die Unbedenklichkeitsbescheinigung?
Die Unbedenklichkeitsbescheinigung (auch: steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung) ist eine Bescheinigung des zuständigen Finanzamts, dass der Grunderwerbsteuer-Anspruch aus einem Immobilienkauf entweder bezahlt ist, sichergestellt wurde oder gar nicht entstanden ist. Das Grundbuchamt darf die Eigentumsumschreibung erst nach Vorlage dieser Bescheinigung vornehmen (§ 22 GrEStG).
Ablauf: Von der Beurkundung zur Unbedenklichkeitsbescheinigung
Wann ist keine Grunderwerbsteuer fällig?
In bestimmten Fällen entfällt die Grunderwerbsteuer – das Finanzamt stellt dann eine Unbedenklichkeitsbescheinigung aus, ohne dass Steuer bezahlt wird:
Verwandte Begriffe
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Häufige Fragen zur Unbedenklichkeitsbescheinigung
Wer beantragt die Unbedenklichkeitsbescheinigung?
Wie lange dauert es, bis die Bescheinigung vorliegt?
Was passiert, wenn die Grunderwerbsteuer nicht gezahlt wird?
Gilt die Unbedenklichkeitsbescheinigung nur für die Grunderwerbsteuer?
Kann der Notartermin ohne Unbedenklichkeitsbescheinigung abgewickelt werden?
Der Notartermin zur Beurkundung des Kaufvertrags findet ohne Unbedenklichkeitsbescheinigung statt – sie wird erst danach benötigt. Die Bescheinigung ist Voraussetzung für die Grundbuchumschreibung: Das Grundbuchamt trägt den neuen Eigentümer erst ein, wenn die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts vorliegt. Solange sie fehlt, ist der Käufer durch die Auflassungsvormerkung geschützt.
Was passiert, wenn die Grunderwerbsteuer nicht fristgerecht bezahlt wird?
Das Finanzamt setzt eine Zahlungsfrist von in der Regel einem Monat nach Erhalt des Steuerbescheids. Wird diese versäumt, fallen Säumniszuschläge an (1 Prozent pro Monat auf den ausstehenden Betrag). Zusätzlich verzögert sich die Ausstellung der Unbedenklichkeitsbescheinigung, was die Grundbuchumschreibung und damit den Eigentumswübertrag blockiert. In Rostock sollte die Zahlung daher unbedingt fristgerecht erfolgen.
Hinweis: Alle Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Angaben ohne Gewähr. Stand: 2025 – Büchel Immobilien Rostock.