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Immobilienlexikon · Buchstabe M

Mietrendite berechnen – einfach erklärt

Die Mietrendite zeigt, wie viel Ertrag eine Anlageimmobilie im Verhältnis zum eingesetzten Kapital bringt. Sie ist die zentrale Kennzahl für Kapitalanleger – aber nur dann aussagekräftig, wenn Sie die richtige Variante berechnen.

„Was bringt mir die Wohnung?“ – die Mietrendite beantwortet diese Frage als Prozentsatz. Doch Brutto ist nicht Netto, und eine hohe Rendite allein sagt nichts über Risiko, Leerstand oder Instandhaltungsbedarf. Wer in Rostock in Wohnimmobilien investiert, braucht beide Perspektiven.

Bruttorendite vs. Nettorendite

BruttorenditeFormel: Jahresnettokaltmiete ÷ Kaufpreis × 100

Schneller Vergleichswert, der jedoch Kaufnebenkosten, Hausgeld, Instandhaltung und Verwaltungskosten ignoriert. Als grobe Vorsortierung brauchbar – als Entscheidungsgrundlage zu ungenau.
NettorenditeFormel: (Jahresmiete − nicht umlagefähige Kosten) ÷ (Kaufpreis + Kaufnebenkosten) × 100

Berücksichtigt Grunderwerbsteuer, Notar, Maklercourtage, Verwaltung, Instandhaltungsrücklage und Leerstandsrisiko. Die tatsächliche Ertragsrendite – und oft 1,5 bis 2 Prozentpunkte niedriger als die Bruttovariante.
Rechenbeispiel Rostock
Eigentumswohnung, Kaufpreis 150.000 €, Nettokaltmiete 600 €/Monat (7.200 €/Jahr).
Brutto: 7.200 ÷ 150.000 × 100 = 4,8 %
Netto: (7.200 − 1.800 Hausgeld-Anteil) ÷ (150.000 + 12.000 Nebenkosten) × 100 = 3,3 %

Was eine gute Mietrendite ausmacht

Die „richtige“ Rendite hängt von Ihrer Strategie ab – und von dem, was Sie dafür in Kauf nehmen:

Hohe Rendite (5–8 %+ brutto)Typisch bei älteren Objekten, einfachen Lagen oder Bestandsvermietungen unter Marktniveau. Chance auf Cash-Flow – aber oft verbunden mit höherem Instandhaltungsbedarf, schwierigerer Mieterstruktur oder Standortrisiken.
Mittlere Rendite (3–5 % brutto)Standard bei soliden Wohnlagen mit durchschnittlichem Risikoprofil. Gute Balance aus laufendem Ertrag und Wertentwicklungspotenzial. In Rostock die häufigste Klasse bei vermieteten Eigentumswohnungen.
Niedrige Rendite (< 3 % brutto)Typisch bei Top-Lagen wie Warnemünde oder nachgefragten Innenstadtvierteln. Hier wird nicht auf Cash-Flow, sondern auf Wertzuwachs und Sicherheit gesetzt – die „Betongold“-Logik.

Mietrendite in Rostock – Einordnung

Rostock bietet Anlegern ein für Hochschulstädte typisches Bild: stabile Mietnachfrage durch Universität, Kliniken und Hafenwirtschaft – bei Kaufpreisen, die unterhalb der Top-7-Städte liegen. Das ergibt in vielen Stadtteilen noch ordentliche Renditen, während Spitzenlagen zunehmend in den niedrigen Bereich rutschen.

Orientierung: Vermietete Eigentumswohnungen in der KTV oder Stadtmitte liegen aktuell bei ca. 3,5–4,5 % Bruttorendite. In Lütten Klein, Evershagen oder Dierkow sind bei saniertem Bestand 5–6 %+ brutto möglich. Ausführliche Informationen zur Anlageentscheidung in unserem Ratgeber Kapitalanlage.

Häufige Fragen zur Mietrendite

Ist die Bruttorendite oder die Nettorendite wichtiger?

Für die Kaufentscheidung die Nettorendite – sie zeigt, was tatsächlich beim Eigentümer ankommt. Die Bruttorendite eignet sich zum schnellen Vorfiltern von Angeboten, sollte aber nie alleinige Grundlage einer Investition sein.

Welche Kosten reduzieren die Nettorendite?

Nicht umlagefähiger Hausgeld-Anteil (Verwaltung, Instandhaltungsrücklage), Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer 6 % in MV, Notar ~1,5 %, ggf. Makler), Mietausfallwagnis (1–2 % der Jahresmiete) und ggf. Steuerberaterkosten.

Kann die Rendite negativ sein?

Ja – wenn die laufenden Kosten (Hausgeld, Zinsen, Instandhaltung, Leerstand) die Mieteinnahmen übersteigen. Das passiert vor allem bei fremdfinanzierten Objekten mit hohem Zins, unerwartetem Leerstand oder einer Sonderumlage. Dann ist die Wertentwicklung der einzige Renditebaustein – und die ist nicht garantiert.

Was ist eine gute Mietrendite in Rostock?

In Rostock gelten Bruttomietrenditen von 4 bis 5 % für Wohnimmobilien als solide. In Toplagen wie der Altstadt oder KTV liegen die Renditen durch höhere Kaufpreise oft unter 4 %, während Stadtrandlagen höhere Renditen bei etwas höherem Leerstandsrisiko bieten können. Die Nettomietrendite nach Kosten liegt meist 1 bis 1,5  Prozentpunkte darunter.

Brutto- oder Nettomietrendite – was ist aussagekräftiger?

Die Nettomietrendite ist aussagekräftiger, weil sie alle laufenden Kosten berücksichtigt: nicht umlegbare Betriebskosten, Verwaltung, Instandhaltung und Leerstandsrisiko. Die Bruttomietrendite ist einfach zu berechnen (Jahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis), aber überschätzt die tatsächliche Rendite regelmäßig. Profis vergleichen immer auf Nettobasis.

Wie beeinflusst die Energieklasse die Mietrendite?

Immobilien mit schlechter Energieklasse (F, G) geraten durch das GEG 2023 zunehmend unter Druck: sanierungspflichtige Objekte erfordern Investitionen, die die Rendite schmälern. Gleichzeitig können energetisch sanierte Wohnungen in Rostock üblicherweise höhere Mieten erzielen, was die Rendite langfristig verbessert. Die Energieklasse wird damit zum immer wichtigeren Renditefaktor.

Kapitalanlage prüfen lassen?

Wir rechnen mit Ihnen: Rendite, Risiko und Perspektive – nicht nur Quadratmeterpreis und Wunschdenken.

Diese Seite dient der allgemeinen Information. Renditeangaben sind Beispiele und keine Zusicherung. Für steuerliche Fragen wenden Sie sich an Ihren Steuerberater. Stand: März 2026. – Büchel Immobilien Rostock.

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