Warmmiete – Gesamtmiete mit allen Nebenkosten
Die Warmmiete (Bruttowarmmiete) ist die Gesamtmiete, die der Mieter monatlich zahlt – bestehend aus Kaltmiete (Nettomiete) plus Nebenkosten einschließlich Heizung.
Die Warmmiete ist der Betrag, der tatsächlich vom Konto abgeht. Für Mieter ist sie die wichtigste Kennzahl – für Vermieter ist die Kaltmiete relevanter.
Die Warmmiete (Bruttowarmmiete) setzt sich zusammen aus der Kaltmiete (Nettokaltmiete) und den Vorauszahlungen für Betriebs- und Heizkosten. Sie ist der Gesamtbetrag, den der Mieter monatlich an den Vermieter überweist. Die endgültige Abrechnung erfolgt jährlich über die Nebenkostenabrechnung.
Kaltmiete
Die Nettokaltmiete ist die reine Miete für die Nutzung der Wohnung – ohne jegliche Nebenkosten. Sie ist die Basis für Mieterhöhungen und den Mietspiegel.
Kalte Betriebskosten
Wasser, Müllabfuhr, Grundsteuer, Gebäudeversicherung, Hausmeister, Gartenpflege, Treppenreinigung etc. – alle umlagefähigen Kosten nach Betriebskostenverordnung.
Heizkosten
Kosten für Heizung und Warmwasser. Nach Heizkostenverordnung müssen 50–70 % verbrauchsabhängig und 30–50 % flächenabhängig abgerechnet werden.
Formel
Warmmiete = Kaltmiete + Vorauszahlung kalte Betriebskosten + Vorauszahlung Heizkosten. Beispiel: 600 € Kaltmiete + 120 € Betriebskosten + 80 € Heizkosten = 800 € Warmmiete. Die tatsächlichen Kosten werden jährlich abgerechnet – es kann zu Nachzahlungen oder Gutschriften kommen.
Bruttokaltmiete
Zusätzlich gibt es den Begriff Bruttokaltmiete = Kaltmiete + kalte Betriebskosten (ohne Heizung). Sie wird im Mietspiegel als Vergleichsgröße verwendet. Die Warmmiete enthält darüber hinaus die Heizkosten.
Kaltmiete als Maßstab
Für die Mietrendite und den Kaufpreisfaktor zählt nur die Nettokaltmiete – die Nebenkosten fließen als durchlaufende Posten an die Versorger weiter. Auch Mieterhöhungen beziehen sich auf die Kaltmiete.
Vorauszahlungen festlegen
Die Nebenkostenvorauszahlung sollte realistisch kalkuliert werden – zu niedrig angesetzte Beträge führen zu hohen Nachzahlungen und Unmut beim Mieter. In Rostock: ca. 2,50–3,50 €/m² für Betriebskosten und 1,00–1,80 €/m² für Heizung (Stand 2026).
Mietpreisniveau
Die durchschnittliche Warmmiete in Rostock liegt bei ca. 9–13 €/m² (je nach Stadtteil und Ausstattung). In der KTV und Stadtmitte eher am oberen Ende, in den Plattenbau-Stadtteilen günstiger. Der Mietspiegel Rostock weist die Nettokaltmieten aus.
CO₂-Kosten
Seit 2023 werden die CO₂-Kosten zwischen Mieter und Vermieter aufgeteilt – je nach energetischem Zustand des Gebäudes. Das beeinflusst die Warmmiete direkt und macht energetische Sanierung für Vermieter noch attraktiver.
Was ist die Warmmiete?
Wie berechnet man die Warmmiete?
Was ist der Unterschied zur Kaltmiete?
Wie hoch ist die Warmmiete in Rostock?
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