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Immobilienlexikon

Mietrendite – Berechnung, Richtwerte und Optimierung

Die Mietrendite zeigt, wie viel Ertrag eine vermietete Immobilie im Verhältnis zum Kaufpreis abwirft. Sie ist die zentrale Kennzahl für Kapitalanleger.

Brutto vs. Netto, Berechnung und regionale Richtwerte – alles auf einen Blick.

4-7 %Brutto (MV)
3-5 %Netto (MV)
Rendite= Miete/Preis
SchlüsselFür Anleger
Definition

Die Mietrendite gibt das Verhältnis der jährlichen Mieteinnahmen zum Kaufpreis (oder Marktwert) einer Immobilie an. Die Bruttomietrendite berücksichtigt nur Kaufpreis und Jahresmiete, die Nettomietrendite zieht zusätzlich Kaufnebenkosten und nicht umlegbare Bewirtschaftungskosten ab. Sie ist die wichtigste Kennzahl für die Bewertung von Immobilien als Kapitalanlage.

Berechnung der Mietrendite

Brutto- und Nettomietrendite

Bruttomietrendite = Jahresnettokaltmiete / Kaufpreis x 100. Beispiel: 12.000 EUR Jahresmiete / 200.000 EUR Kaufpreis = 6,0 %. Nettomietrendite = (Jahresnettokaltmiete – nicht umlegbare Kosten) / (Kaufpreis + Kaufnebenkosten) x 100. Beispiel: (12.000 – 1.800) / (200.000 + 22.000) = 4,6 %. Die Nettomietrendite ist realistischer, die Bruttomietrendite dient dem schnellen Vergleich.

Richtwerte und Einordnung

Was ist eine gute Mietrendite?

Pauschal gilt: Unter 3 % brutto ist teuer (Metropolen), 4-6 % ist solide, über 7 % signalisiert höheres Risiko oder Nachholpotenzial. In Rostock liegen die Bruttorenditen bei Wohnimmobilien typischerweise bei 4-7 % – attraktiver als in Hamburg oder Berlin. Wichtig: Die Mietrendite allein sagt nichts über die Gesamtrentabilität – Wertsteigerung, Steuervorteile (AfA) und Tilgung kommen hinzu.

Mietrendite optimieren

Hebel für mehr Ertrag

Kaufpreis verhandeln: Jeder Euro weniger steigert die Rendite direkt. Mietoptimierung: Marktmiete prüfen, bei Neuvermietung anpassen. Leerstand minimieren: Professionelle Vermietung senkt den Mietausfall. Kosten senken: Energetische Sanierung reduziert Nebenkosten und erhöht die Miete. Steuerlich optimieren: AfA, Werbungskosten und Zinsabzug nutzen. Wertschöpfung: Aufteilung eines MFH in Eigentumswohnungen kann die Gesamtrendite massiv steigern.

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Regionaler Bezug
Mietrendite in Rostock & MV

Renditekennzahlen in der Region

4-7 % brutto

Rostocker Wohnimmobilien bieten höhere Renditen als Metropolen – bei stabilem Mietmarkt.

Uni-Standort

Die Universität sichert stabile Mietnachfrage – besonders in zentrums- und campusnahen Lagen.

Kaufpreisfaktor

In Rostock liegt der Faktor bei 15-22 Jahresmieten – deutlich günstiger als in A-Städten.

Häufige Fragen
FAQ – Mietrendite
Was ist die Mietrendite?
Das Verhältnis der jährlichen Mieteinnahmen zum Kaufpreis einer Immobilie, angegeben in Prozent.
Wie berechne ich die Bruttomietrendite?
Jahresnettokaltmiete geteilt durch Kaufpreis mal 100. Beispiel: 12.000 / 200.000 x 100 = 6 %.
Was ist eine gute Mietrendite?
4-6 % brutto gelten als solide. In Rostock sind 4-7 % bei Wohnimmobilien realistisch.
Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettorendite?
Brutto: nur Miete/Kaufpreis. Netto: Miete minus Kosten, geteilt durch Kaufpreis plus Nebenkosten.
Ist eine hohe Rendite immer gut?
Nicht unbedingt. Sehr hohe Renditen können auf Risiken hindeuten (schlechte Lage, Sanierungsstau, Leerstand).
Wie kann ich die Mietrendite steigern?
Kaufpreis verhandeln, marktgerechte Miete ansetzen, Leerstand minimieren und steuerliche Vorteile nutzen.

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HinweisDieser Lexikonbeitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Anlageberatung.
Quellen: Gutachterausschuss Rostock, empirica, IVD. Stand: April 2026.
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