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Immobilienlexikon

Kellerwohnung – wann der Keller Wohn­raum wird

Eine Kellerwohnung (auch Souterrainwohnung) liegt ganz oder teilweise unterhalb der Geländeoberfläche. Damit sie als Wohnraum gilt, müssen strenge bau- und gesundheitsrechtliche Anforderungen erfüllt sein.

Kellerwohnungen sind günstiger, bieten aber besondere Herausforderungen bei Licht, Feuchtigkeit und Fluchtweganforderungen.

≥ 2,40 mRaumhöhe min.
1/8 FlächeFensterpflicht
GenehmigungErforderlich
GünstigerAls Regelgesch.
Definition

Eine Kellerwohnung (Souterrainwohnung) ist ein Wohnraum, der ganz oder überwiegend unter der Geländeoberfläche liegt. Damit Kellerräume als Aufenthaltsräume genehmigt werden, müssen sie Mindestanforderungen an Raumhöhe, natürliche Belichtung, Belüftung und Feuchteschutz erfüllen. Die Anforderungen regelt die jeweilige Landesbauordnung.

Baurechtliche Anforderungen

Was die LBauO MV für Kellerwohnungen vorschreibt

In Mecklenburg-Vorpommern müssen Aufenthaltsräume eine lichte Raumhöhe von mindestens 2,40 m haben. Die Fensterfläche muss mindestens 1/8 der Grundfläche betragen, und die Fenster müssen ins Freie führen (keine Lichtschächte allein). Zusätzlich gelten Anforderungen an den zweiten Rettungsweg, die Abdichtung gegen Feuchtigkeit und eine ausreichende Belüftung. Ohne Baugenehmigung darf ein Keller nicht als Wohnraum genutzt werden.

Kellerwohnung und Wohnflächenberechnung

Zählt die Kellerfläche zur Wohnfläche?

Nur wenn der Raum als Wohnraum genehmigt ist, darf er in die Wohnflächenberechnung einbezogen werden. Bei der Berechnung nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) zählen genehmigte Kellerräume mit 100 % – unabhängig von der Lage unter Gelände. Nicht genehmigte Kellerflächen dürfen nicht als Wohnfläche ausgewiesen werden, auch wenn sie tatsächlich bewohnt werden.

Vor- und Nachteile

Für Mieter und Eigentümer

Vorteile: Günstigere Mieten/Kaufpreise, angenehm kühle Temperaturen im Sommer, oft großzügiger Grundriss. Nachteile: Weniger Tageslicht, erhöhtes Feuchtigkeitsrisiko, eingeschränkter Ausblick, potenzielle Einbruchsgefahr durch ebenerdige Fenster. Für Vermieter bieten Kellerwohnungen eine Möglichkeit, zusätzlichen Wohnraum im Bestand zu schaffen – vorausgesetzt, die baurechtlichen Anforderungen werden erfüllt.

Wohnraum im Keller schaffen?

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Regionaler Bezug
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Situation im regionalen Wohnungsmarkt

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In der KTV und Steintor-Vorstadt finden sich historische Souterrainwohnungen mit hohen Decken und großen Fenstern.

Genehmigungspraxis

Die Bauaufsicht Rostock prüft die Anforderungen der LBauO MV – ein Bauantrag ist zwingend erforderlich.

Preisabschlag

Kellerwohnungen in Rostock liegen preislich ca. 15–25 % unter vergleichbaren Regelgeschosswohnungen.

Häufige Fragen
FAQ – Kellerwohnung
Ist eine Kellerwohnung eine richtige Wohnung?
Nur wenn sie als Wohnraum genehmigt ist und die baurechtlichen Anforderungen (Raumhöhe, Belichtung, Feuchteschutz) erfüllt.
Welche Raumhöhe braucht eine Kellerwohnung?
In MV mindestens 2,40 m lichte Raumhöhe für Aufenthaltsräume.
Darf man einen Keller als Wohnraum vermieten?
Nur mit Baugenehmigung. Ohne Genehmigung drohen Bußgelder und die Vermietung ist rechtlich angreifbar.
Zählt eine Kellerwohnung zur Wohnfläche?
Nur wenn sie als Wohnraum genehmigt ist. Dann wird sie nach WoFlV mit 100 % angerechnet.
Sind Kellerwohnungen günstiger?
Ja, in der Regel 15–25 % günstiger als vergleichbare Regelgeschosswohnungen.
Welche Risiken hat eine Kellerwohnung?
Feuchtigkeitsprobleme, wenig Tageslicht, Einbruchsgefahr und mögliche Mängel bei der Abdichtung sind die häufigsten Risiken.

Fragen zur Kellerwohnung?

Wir beraten zu Nutzung, Bewertung und Vermarktung in Rostock.

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HinweisDieser Lexikonbeitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine baurechtliche Beratung. Klären Sie die Genehmigungssituation vor Kauf oder Vermietung mit der zuständigen Bauaufsichtsbehörde.
Quellen: LBauO MV, WoFlV, Bauaufsicht Hansestadt Rostock. Stand: April 2026.
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