Kapitalanlage & Investment
Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis × 100 – die schnelle Renditekerinzahl für Kapitalanleger
Die Bruttomietrendite ist die erste Kennzahl, die Kapitalanleger bei jeder Immobilie berechnen. Sie setzt Jahreskaltmiete und Kaufpreis ins Verhältnis – ohne Abzug von Kosten. Schnell, vergleichbar, aber nur ein erster Orientierungswert.
Die Bruttomietrendite ist die einfachste Kennzahl zur Ersteinschätzung einer Kapitalanlageimmobilie. Weil sie keine Bewirtschaftungskosten, keine Finanzierungskosten und keine Steuer berücksichtigt, eignet sie sich nur für den schnellen Vergleich mehrerer Objekte – nicht für die finale Investitionsentscheidung.
Beispiel Rostock-Südstadt: Kaufpreis 280.000 € – Kaltmiete 850 €/Monat = 10.200 €/Jahr → 10.200 / 280.000 × 100 = 3,64 %
Im Rostocker Markt (2024/2025) liegen Bruttomietrenditen je nach Lage und Objekttyp typischerweise zwischen 3,0 % (Toplage Warnemünde) und 5,5 % (Stadtrand/einfache Lagen). Höhere Werte sind bei Mehrfamilienhäusern oder sanierungsbedürftigen Objekten möglich, spiegeln aber auch ein höheres Risiko wider.
Die Nettomietrendite zieht von der Jahreskaltmiete alle nicht umlegbaren Bewirtschaftungskosten ab (Verwaltung, Instandhaltung, Mietausfallwagnis). Erst die Nettomietrendite liefert ein realistisches Bild der tatsächlichen Kapitalverzinsung. Zur Gesamtbetrachtung inkl. Hebeleffekt und Eigenkapitalrendite → siehe Gesamtkapitalrendite und Mietrendite.
Der Rostocker Gutachterausschuss veröffentlicht jährlich Liegenschaftszinssätze, aus denen sich Marktrenditen ableiten lassen. Als Faustregel gilt für Rostock:
Als Faustregel gilt: Ab 4 % Bruttomietrendite ist ein Rostocker Objekt grundsätzlich prüfenswert. In Toplagen (Warnemünde, KTV) sind 3 bis 3,5 % marktüblich. Entscheidend ist stets der Vergleich mit der Nettomietrendite.
Die Bruttomietrendite setzt Jahreskaltmiete und Kaufpreis ins Verhältnis. Die Nettomietrendite zieht zusätzlich nicht umlegbare Bewirtschaftungskosten (Verwaltung, Instandhaltung, Mietausfall) ab und liegt daher immer unter der Bruttorendite.
In der klassischen Bruttomietrendite-Formel nicht. Für eine realistische Kalkulation sollten Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer MV 6 %, Notar, Makler) zum Kaufpreis addiert werden – das senkt die Rendite spürbar.
Grundsätzlich ja, als ersten Anhaltspunkt. Für einen echten Vergleich müssen jedoch lokale Mietpreisniveaus, Leerstandsrisiken und Objektzustände berücksichtigt werden.
Bei Mehrfamilienhäusern in Rostock sind Bruttomietrenditen von 4,5 bis 6,5 % je nach Lage und Sanierungsstand möglich. Büchel Immobilien beriet bereits zahlreiche MFH-Investoren im Rostocker Markt – für konkrete Zahlen empfehlen wir ein persönliches Gespräch.
Büchel Immobilien – persönliche Beratung, 30+ Jahre Markterfahrung in Rostock.
Hinweis: Dieser Lexikoneintrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: 2025/2026 – Büchel Immobilien Rostock.