Kapitalanlage & Investment

Kaufpreis-Miete-Verhältnis

Faktor = Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete – Rostock-Marktübersicht 2024/2025

Das Kaufpreis-Miete-Verhältnis zeigt, wie viele Jahreskaltmieten ein Kaufpreis entspricht. Es ist der Kehrwert der Bruttomietrendite und das schnellste Screening-Instrument für Kapitalanleger.

Definition: Kaufpreis-Miete-Verhältnis

Begriffsdefinition
Das Kaufpreis-Miete-Verhältnis (auch: Kaufpreisfaktor oder Vervielfältiger im weiteren Sinne) ergibt sich aus: Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete. Es zeigt, wie viele Jahreskaltmieten nötig sind, um den Kaufpreis zu „abbezahlen“ – und ist der Kehrwert der Bruttomietrendite.

Ein Kaufpreis-Miete-Verhältnis von 25 entspricht einer Bruttomietrendite von 4,0 %. Je höher der Faktor, desto teurer ist die Immobilie im Verhältnis zur Miete – und desto niedriger die Rendite. Der Faktor ist ein schnelles Screening-Instrument, kein abschließendes Bewertungsmaß.

Formel und Umrechnung

Kaufpreis-Miete-Verhältnis = Kaufpreis / Jahreskaltmiete
Bruttomietrendite = 100 / Faktor

Beispiel: Kaufpreis 320.000 €, Jahreskaltmiete 11.400 € (950 €/Monat)
→ Faktor = 320.000 / 11.400 = 28,1
→ Bruttomietrendite = 100 / 28,1 = 3,56 %

Marktübersicht Rostock 2024/2025

Im Rostocker Markt liegen die Kaufpreis-Miete-Faktoren je nach Lage und Objekttyp typischerweise zwischen 18 und 32. Toplagen (Warnemünde, Stadtmitte) erreichen Faktoren von 28–35, während Randlagen (Dierkow, Toitenwinkel) bei 18–24 liegen. Diese Werte basieren auf Auswertungen aktueller Kaufangebote und Mietwerten aus dem Mietspiegel Rostock 2024.

Toplage (Faktor >28)Warnemünde, Stadtmitte, KTV. Hohe Kaufpreise, stabile Mieterdichte – Rendite <3,6 %.
Mittellage (Faktor 22–28)Südstadt, Reutershagen, Lichtenhagen. Ausgewogenes Verhältnis Kauf-/Mietpreis.
Randlage (Faktor <22)Dierkow, Toitenwinkel, Größ Klein. Günstigere Kaufpreise – höhere Bruttorendite möglich.

Abgrenzung: Kaufpreis-Miete-Verhältnis vs. Ankaufsfaktor

Das Kaufpreis-Miete-Verhältnis basiert auf der Kaltmiete. Der Ankaufsfaktor in der Investorenpraxis bezieht sich häufig auf die Nettomiete (nach Abzug nicht umlegbarer Kosten). In Rostocker MFH-Transaktionen wird meist der Ankaufsfaktor auf Nettomietbasis verhandelt.

Häufige Fragen zur Kaufpreis-Miete-Verhältnis

Was sagt das Kaufpreis-Miete-Verhältnis aus?

Es zeigt, wie viele Jahreskaltmieten nötig sind, um den Kaufpreis zu decken. Ein Faktor von 25 bedeutet: In 25 Jahren (ohne Berücksichtigung von Kosten, Steuern, Wertsteigerung) hätte der Mieter rechnerisch den Kaufpreis durch Miete aufgebracht.

Welches Kaufpreis-Miete-Verhältnis gilt in Rostock als normal?

In Rostock liegen marktübliche Faktoren 2024/2025 je nach Lage zwischen 18 (Randlagen) und 35 (Premiumlagen Warnemünde). Ein Faktor von 22–25 gilt für Mittellagen als marktüblich.

Wie rechne ich das Kaufpreis-Miete-Verhältnis in Bruttomietrendite um?

Bruttomietrendite (%) = 100 / Kaufpreis-Miete-Faktor. Faktor 25 = 4 % Bruttomietrendite. Faktor 20 = 5 % Bruttomietrendite.

Ist ein niedriges Kaufpreis-Miete-Verhältnis immer besser?

Für die Rendite ja – aber nicht für das Risiko. Niedrige Faktoren finden sich häufig in schwachen Lagen mit höherem Leerstandsrisiko oder schlechtem Zustand. Hohe Faktoren in Toplagen spiegeln Wertstabilität und Nachfrage wider.

Was ist der Unterschied zum Ankaufsfaktor?

Der Ankaufsfaktor bezieht sich in der Investorenpraxis auf die Nettomiete (nach nicht umlegbaren Kosten). Das Kaufpreis-Miete-Verhältnis basiert auf der Kaltmiete. Der Ankaufsfaktor ist in MFH-Transaktionen die gängige Verhandlungsbasis.

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Hinweis: Dieser Lexikoneintrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: 2025/2026 – Büchel Immobilien Rostock.