Immobilienlexikon

Energieeffizienzklasse

Von A+ bis H – was die Klassen bedeuten und wie sie den Immobilienwert beeinflussen.

Die Klasse basiert auf dem Energieausweis und reicht von A+ (Passivhaus) bis H (unsanierter Altbau). Sie beeinflusst Kaufpreis, Finanzierungskonditionen und Förderfähigkeit.

A+ (<30)Beste Klasse
H (>250)Schlechteste
kWh/m²aEinheit
2014Pflicht seit
Definition

Die Energieeffizienzklasse ordnet Gebäude auf einer Skala von A+ (sehr effizient, unter 30 kWh/m²a) bis H (ineffizient, über 250 kWh/m²a) ein. Sie ist seit 2014 Pflichtbestandteil des Energieausweises und beeinflusst Kaufpreis, Mietpreis und Förderfähigkeit einer Immobilie.

Die Klassen im Überblick

Klasse A+ (unter 30 kWh/m²a): Passivhaus-Standard. Klasse A (30–50): KfW-Effizienzhaus. Klasse B (50–75): Neubau-Standard. Klasse C (75–100): Gut sanierter Altbau. Klasse D (100–130): Teilsaniert. Klasse E (130–160): Älterer Altbau. Klasse F (160–200): Sanierungsbedarf. Klasse G (200–250): Hoher Bedarf. Klasse H (über 250): Dringender Sanierungsbedarf.

Auswirkung auf den Immobilienwert

Immobilien mit besserer Energieeffizienzklasse erzielen höhere Verkaufspreise. Studien zeigen Preisunterschiede von 10 bis 20 Prozent zwischen Klasse B und Klasse F. Für Käufer sind niedrige Energiekosten ein immer wichtigeres Kaufkriterium. Eine energetische Sanierung kann die Klasse um zwei bis drei Stufen verbessern.

Energieeffizienzklasse und Förderung

Die Energieeffizienzklasse bestimmt die Förderfähigkeit. KfW-Effizienzhausstandards (40, 55, 70, 85) entsprechen ungefähr den Klassen A+ bis C. Je besser der erreichte Standard, desto höher die Förderung. Der Energieausweis dokumentiert die aktuelle Klasse offiziell.

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Pflichten in Immobilienanzeigen

Seit 2014 müssen Energieeffizienzklasse und Energiekennwert in jeder Immobilienanzeige angegeben werden. Fehlt die Angabe, drohen Bußgelder bis 10.000 Euro. Auch der Energieträger der Heizung und das Baujahr sind Pflichtangaben.

Energieeffizienz in Rostock

Der Rostocker Immobilienmarkt zeigt ein breites Spektrum: Neubauten in Warnemünde erreichen Klasse A bis B, sanierte Plattenbauten in Evershagen Klasse B bis C, unsanierte Altbauten in der Stadtmitte oft nur Klasse E bis G. Die Klasse hat zunehmenden Einfluss auf die Vermarktbarkeit.

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Häufige Fragen
Was bedeutet Energieeffizienzklasse A+?
A+ ist die beste Klasse mit einem Energiebedarf unter 30 kWh pro Quadratmeter und Jahr. Das entspricht Passivhaus-Standard mit minimalen Heizkosten.
Welche Klasse hat ein typischer Neubau?
Neubauten nach aktuellem GEG-Standard erreichen in der Regel Klasse A oder B mit einem Bedarf von 30 bis 75 kWh/m²a.
Beeinflusst die Energieeffizienzklasse den Kaufpreis?
Ja, Immobilien mit guter Effizienzklasse erzielen 10 bis 20 Prozent höhere Preise als vergleichbare Objekte mit schlechter Klasse.
Kann ich die Energieeffizienzklasse verbessern?
Ja, durch energetische Sanierung wie Dämmung, Fenstertausch oder Heizungserneuerung. Zwei bis drei Klassenstufen Verbesserung sind realistisch.
Muss die Klasse in Anzeigen stehen?
Ja, seit 2014 ist die Angabe von Energieeffizienzklasse und Kennwert in Immobilienanzeigen Pflicht. Verstöße kosten bis 10.000 Euro.
Wo finde ich die Klasse meiner Immobilie?
Im Energieausweis auf Seite 1. Die Farbskala von Grün (A+) bis Rot (H) macht die Einstufung auf einen Blick erkennbar.

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HinweisDieser Lexikoneintrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Energieberatung. Stand: April 2026.
Quellen: Gebäudeenergiegesetz (GEG) | EnEV (aufgegangen im GEG) | dena – Deutsche Energie-Agentur
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