Grundstückskaufvertrag – Inhalt, Ablauf & Fallstricke
Der Grundstückskaufvertrag ist die notarielle Urkunde, die den Eigentumsübergang eines Grundstücks regelt. Er muss zwingend notariell beurkundet werden (§ 311b BGB). Ein privatschriftlicher Vertrag wäre unwirksam. Der Notar sorgt für Rechtssicherheit – aber Käufer und Verkäufer sollten den Inhalt genau kennen.
Erfahren Sie, welche Klauseln im Kaufvertrag stehen, wie der Ablauf beim Notar ist und worauf Sie bei Gewährleistungsausschluss und Auflassung achten sollten.
Der Grundstückskaufvertrag ist ein notariell beurkundeter Vertrag über den Kauf eines Grundstücks oder einer Immobilie. Er enthält die Auflassung (dingliche Einigung über den Eigentumsübergang), den Kaufpreis, Zahlungsmodalitäten, Gewährleistungsregelungen und Vollzugsanweisungen an den Notar.
Vertragsparteien & Objekt
Exakte Bezeichnung von Käufer und Verkäufer, Grundbuchbeschreibung des Objekts (Gemarkung, Flur, Flurstück), Wohnfläche und Zubehör.
Kaufpreis & Zahlung
Kaufpreis, Fälligkeitsvoraussetzungen (Auflassungsvormerkung, Lastenfreistellung, Genehmigungen), Zahlungsfrist (meist 2–4 Wochen nach Fälligkeit).
Auflassung & Vormerkung
Die Auflassung erklärt den Eigentumsübergang. Die Auflassungsvormerkung sichert den Käufer ab, bis die Eigentumsumschreibung im Grundbuch erfolgt.
Gewährleistung
Bei Gebrauchtobjekten Standard: Gewährleistungsausschluss („gekauft wie besichtigt“). Bei Neubau vom Bauträger: Gewährleistung nach BGB/VOB.
Vor dem Termin
Der Notar erstellt den Vertragsentwurf und schickt ihn 2 Wochen vor dem Termin zur Prüfung. Beide Seiten können Änderungswünsche einbringen.
Beurkundung
Vollständige Verlesung des Vertrags. Notar erläutert alle Klauseln. Unterschrift beider Parteien. Anschließend beantragt der Notar die Auflassungsvormerkung.
Finanzierung absichern
Der Kaufvertrag wird oft vor der Darlehenszusage unterschrieben. Tipp: Rücktrittsklausel bei Finanzierungsvorbehalt vereinbaren – sonst haftet der Käufer bei Nichtfinanzierung.
Besitzübergang ≠ Eigentum
Der Besitzübergang (Schlüsselübergabe) erfolgt meist bei Kaufpreiszahlung. Der Eigentumsübergang im Grundbuch dauert noch Wochen länger.
Auflassung
Die rechtsverbindliche Einigung über den Eigentumsübergang.
Gewährleistungsausschluss
Rechte, Risiken und Ausnahmen beim Immobilienkauf.
Eigentumsumschreibung
Ablauf und Dauer der Eigentumsumschreibung nach Notartermin.
Muss ein Grundstückskaufvertrag notariell sein?
Was kostet der Kaufvertrag?
Wie lange dauert die Abwicklung?
Was ist die Auflassungsvormerkung?
Sollte ich einen Finanzierungsvorbehalt vereinbaren?
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