Boarding House
Ein Boarding House (auch: Apartmenthaus, Serviced Apartments) ist eine Wohnform, die möblierte Apartments mit hotelähnlichen Services für mittelfristige Aufenthalte anbietet. Im Gegensatz zum Hotel liegt die typische Aufenthaltsdauer bei Wochen bis Monaten. Die Apartments verfügen über Küche, Bad und Wohnbereich – oft ergänzt durch Gemeinschaftsflächen und Services wie Reinigung.
Möblierte Einheiten
Vollständig eingerichtete Apartments mit Küche, Bad, Schlaf- und Wohnbereich. Oft hochwertige Ausstattung mit Designmöbeln und Smart-Home-Technik.
Flexible Mietdauer
Typisch: 1–6 Monate. Kein klassischer Mietvertrag, sondern Beherbergungsvertrag oder befristete Nutzungsvereinbarung. Keine Kündigungsschutz-Problematik.
Services inklusive
Reinigung, Wäscheservice, WLAN, teilweise Frühstück. Betriebskosten und Strom oft in der Pauschale enthalten.
Zielgruppen
Geschäftsreisende, Expatriates, Projektarbeiter, Monteure, Studenten im Auslandssemester, Übergangswohner nach Trennung oder Umzug.
Höhere Rendite
Möbliertes Wohnen auf Zeit erzielt 20–40 % höhere Einnahmen als klassische Vermietung. In Universitätsstädten und Wirtschaftszentren besonders lukrativ.
Steuervorteile
Möblierung kann über 10 Jahre abgeschrieben werden (AfA). Bei gewerblicher Nutzung zusätzliche Abschreibungsmöglichkeiten.
Ein Boarding House kann je nach Nutzungskonzept als Wohnnutzung, Beherbergungsbetrieb oder Gewerbebetrieb eingestuft werden. Die baurechtliche Einordnung hängt von der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer und dem Serviceumfang ab. In vielen Kommunen gelten Zweckentfremdungsverbote: Wer Wohnraum dauerhaft als Boarding House nutzt, braucht eine Genehmigung. In Rostock ist die Situation aktuell noch vergleichsweise liberal.
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