Immobilienlexikon · Buchstabe H · Heizungstausch

Heizungstausch – GEG-Pflichten, Kosten & bis 70 % Förderung

Der Heizungstausch ist seit dem Heizungsgesetz 2024 das Top-Thema für Immobilieneigentümer. Wärmepumpe, Pelletheizung oder Fernwärme – die Optionen sind vielfältig, die Förderung großzügig. Doch Planung und Timing sind entscheidend.

Erfahren Sie, welche Heizungen die 65-%-Regel erfüllen, was der Tausch kostet und wie Sie bis zu 70 % Förderung erhalten.

bis 70 %Förderung
15.000–35.000 €Kosten brutto
30 + 20 + 30Förderstaffel
5 JahreÜbergangsfrist
Definition · Heizungstausch

Der Heizungstausch bezeichnet den Austausch einer bestehenden Heizungsanlage gegen ein neues System – in der Regel im Zuge der energetischen Modernisierung. Seit dem Heizungsgesetz 2024 müssen neue Heizungen mindestens 65 % erneuerbare Energien nutzen. Der Tausch wird mit bis zu 70 % der Kosten gefördert.

Heizungsoptionen im Vergleich
Vier Hauptoptionen erfüllen die 65-%-Regel.

Wärmepumpe

Häufigstes Heizsystem im Neubau. Luft-Wasser-WP ab 15.000 € (vor Förderung). JAZ 3–4 = 1 kWh Strom erzeugt 3–4 kWh Wärme. Ideal für gut gedämmte Gebäude.

Pelletheizung

Biomasseheizung mit Holzpellets. Kosten ab 20.000 €. CO2-neutral, aber höherer Wartungsaufwand und Platzbedarf für Pelletlager. Gut für ältere, schlecht gedämmte Gebäude.

Fernwärme

Anschluss an kommunales Wärmenetz. Kosten: 5.000–15.000 € (Anschluss). Kein eigener Heizkessel, kein Schornstein. In Rostock wird das Fernwärmenetz ausgebaut.

Solarthermie-Hybrid

Kombination aus Solarthermie und Wärmepumpe oder Gasheizung. Die Solarthermie senkt den Primärenergiebedarf, die Hybrid-Lösung erreicht die 65-%-Quote.

Kosten des Heizungstauschs
Die Investitionskosten variieren stark – die Förderung macht den Unterschied.

Investitionskosten

Wärmepumpe: 15.000–30.000 €. Pelletheizung: 20.000–35.000 €. Fernwärme-Anschluss: 5.000–15.000 €. Hybrid-Systeme: 20.000–40.000 €. Jeweils inkl. Installation.

Nach Förderung

Mit 70 % Förderung: Wärmepumpe ab ca. 4.500 €, Fernwärme ab ca. 1.500 €. Der Eigenanteil ist damit oft geringer als eine neue Gasheizung plus CO2-Kosten über 15 Jahre.

Fördermittel im Detail
Drei Bausteine, die sich addieren – maximal 70 %.

30 % Grundförderung

Für alle Eigentümer, die eine fossile Heizung gegen eine 65-%-Heizung tauschen. Über KfW/BAFA beantragen.

20 % Klimabonus

Für den freiwilligen Tausch VOR der Pflicht. Wer vor der kommunalen Wärmeplanung tauscht, erhält den vollen Bonus.

30 % Einkommensbonus

Für Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen unter 40.000 €/Jahr. Nachweisbar über Steuerbescheid.

Heizungstausch planen? Wir beraten zur Auswirkung auf den Immobilienwert.

Beratung anfragen

Was ist Ihre Immobilie nach Sanierung wert?

Wert ermitteln
Häufige Fragen – Heizungstausch
Was kostet ein Heizungstausch?
Wärmepumpe 15.000–30.000 €, Pellet 20.000–35.000 €, Fernwärme 5.000–15.000 €. Mit bis zu 70 % Förderung deutlich günstiger.
Wie hoch ist die Förderung?
Bis 70 %: 30 % Grundförderung + 20 % Klimabonus + 30 % Einkommensbonus.
Muss ich jetzt meine Heizung tauschen?
Nein, bestehende Heizungen haben Bestandsschutz. Erst bei irreparablem Defekt gilt die 65-%-Regel (mit 5-Jahres-Übergangsfrist).
Welche Heizung ist die beste?
Hängt vom Gebäude ab. Gut gedämmte Häuser: Wärmepumpe. Schlecht gedämmte Altbauten: Pellet oder Hybrid. Verfügbare Fernwärme: Anschluss prüfen.
Wann den Antrag stellen?
IMMER vor Auftragserteilung! Nachträgliche Anträge werden abgelehnt.

Professionelle Beratung zu Heizungstausch

Büchel Immobilien – Ihr erfahrener Makler in Rostock & Umgebung.

HinweisDieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Förderbedingungen ändern sich – aktuelle Konditionen bei KfW/BAFA prüfen. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellen: GEG 2024, BMWK, KfW/BAFA-Förderrichtlinien, eigene Beratungspraxis Rostock.
🏠

QUIZ-ZEIT

Na, trauen Sie sich? 😏

12 Fragen rund um Immobilien – und wir verraten so viel: Das meiste davon wissen nicht mal wir 😉🤣

Jetzt Quiz starten →

Dauert ca. 3 Minuten · Keine Anmeldung nötig