Immobilien-Lexikon · Digital & Kapitalanlage

Immobilien-Crowdinvesting – Chancen, Risiken & Einordnung

Immobilien-Crowdinvesting ermöglicht Kleinstanleger-Investitionen in Bauprojekte ab wenigen hundert Euro.

Plattformen wie Exporo, Bergfürst oder Engel & Völkers Digital Invest werben mit Renditen von 5–8 %. Was steckt dahinter und wie ist es im Vergleich zum Direktinvestment in Rostock einzuordnen?

DEFINITION

Immobilien-Crowdinvesting: Schwarmfinanzierung für Immobilienprojekte über Online-Plattformen. Anleger beteiligen sich mit kleinen Beträgen (ab 10–500 €) an Bau- oder Bestandsprojekten und erhalten eine feste Verzinsung. Rechtlich handelt es sich meist um Nachrangdarlehen – bei Insolvenz des Projektentwicklers droht Totalverlust.

Wie funktioniert es?

Ein Projektentwickler benötigt Eigenkapital für ein Bauvorhaben. Statt nur bei Banken zu finanzieren, sammelt er über eine Plattform Mezzanine-Kapital von Privatanlegern ein. Typische Konditionen: Laufzeit 12–36 Monate, fester Zinssatz 5–8 % p.a., Mindestanlage 10–500 €. Der Anleger hat kein Eigentum an der Immobilie – nur eine Darlehensforderung.

Risiken

Nachrangdarlehen: Bei Insolvenz werden erst alle anderen Gläubiger bedient – Totalverlust möglich. Kein Eigentumsrecht: Der Anleger hat keinen Zugriff auf die Immobilie. Blindpool-Risiko: Manche Plattformen investieren in noch unbestimmte Projekte. Illiquidität: Vorzeitiger Ausstieg meist nicht möglich. Plattformrisiko: Geht die Plattform insolvent, wird die Verwaltung schwierig. Im Vergleich zu einer eigenen Kapitalanlage in Rostock fehlen Inflationsschutz und Wertsteigerungspotenzial.

Vergleich: Crowdinvesting vs. Direktinvestment

Crowdinvesting: Ab 100 € möglich, 5–8 % Zins, kein Eigentum, Totalverlustrisiko, kein Steuervorteil. Direktes Immobilieninvestment: Ab 50.000–100.000 € Eigenkapital, Mietrendite 3–5 % + Wertsteigerung, echtes Eigentum, AfA-Steuervorteile, kein Totalverlustrisiko. Für Anleger mit genug Eigenkapital ist das Direktinvestment in Rostock langfristig vorteilhafter.

Häufige Fragen

Was ist Immobilien-Crowdinvesting?
Schwarmfinanzierung über Plattformen – Privatanleger geben Projektentwicklern Nachrangdarlehen mit fester Verzinsung (5–8 % p.a.).
Ist Crowdinvesting sicher?
Nein – bei Insolvenz des Entwicklers droht Totalverlust. Es handelt sich um Nachrangdarlehen ohne Eigentumsrecht an der Immobilie.
Ab wie viel Euro kann ich investieren?
Je nach Plattform ab 10–500 €. Das ist zugleich der Hauptvorteil gegenüber dem Direktinvestment.
Ist Crowdinvesting besser als eine eigene Immobilie?
Für Kleinanleger ohne Eigenkapital eine Alternative – langfristig ist das Direktinvestment aber überlegen (Eigentum, Steuervorteile, Wertsteigerung).
Wie werden die Erträge versteuert?
Als Kapitalerträge mit 25 % Abgeltungssteuer + Soli. Im Gegensatz zum Direktinvestment gibt es keine AfA-Vorteile.
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Hinweis: Dieser Lexikoneintrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: 2025/2026 – Büchel Immobilien Rostock.