Immobilienfonds
Offene & geschlossene Fonds, KAGB-Regeln & Rendite im Überblick
Immobilienfonds ermöglichen es, auch mit kleinen Beträgen in Gewerbe- und Wohnimmobilien zu investieren – ohne selbst Eigentümer zu werden. Die Regulierung erfolgt nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB).
Immobilienfonds sind Investmentvermögen, die Kapital vieler Anleger bündeln und in Immobilien investieren. Man unterscheidet offene Fonds (börsengehandelt, täglich verfügbar) und geschlossene Fonds (feste Laufzeit, höheres Risiko).
Offene Fonds investieren breit gestreut in Gewerbeimmobilien weltweit. Anleger können Anteile täglich kaufen und nach einer Mindesthaltefrist von 24 Monaten (+ 12 Monate Kündigungsfrist) zurückgeben. Die Rendite liegt typischerweise bei 2–4 % p.a.
Vorteile: niedrige Einstiegshürde, breite Streuung, professionelles Management. Nachteile: begrenzte Liquidität durch Haltefristen, Verwaltungskosten von 0,5–1,5 % p.a.
Geschlossene Fonds sammeln Kapital für ein konkretes Projekt oder eine Objektgruppe. Nach der Platzierungsphase wird der Fonds geschlossen – Anleger sind für die gesamte Laufzeit (10–20 Jahre) gebunden.
Höhere Renditechancen (5–8 % p.a.), aber auch höhere Risiken: Insolvenzrisiko, Illiquidität und Totalverlust möglich. Mindestanlage oft 10.000–25.000 €.
Seit 2013 unterliegen alle Immobilienfonds dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB). Die BaFin überwacht Fondsgesellschaften, schreibt Transparenzpflichten vor und schützt Anleger durch Mindeststandards.
Wichtig für Anleger: Vor dem Kauf den Verkäufsprospekt und die wesentlichen Anlegerinformationen (WAI) lesen. Diese enthalten Kosten, Risiken und die Anlagestrategie des Fonds.
Direktkauf
Volle Kontrolle, Steuervorteile durch AfA und direkter Sachwert – ideal bei ausreichend Eigenkapital.
Offene Fonds
Breite Streuung und niedriger Einstieg – aber keine steuerlichen Vorteile wie bei direktem Eigentum.
Empfehlung
Für langfristigen Vermögensaufbau in MV ist der Direktkauf bei guter Lage meist überlegen.
Was ist ein offener Immobilienfonds?
Ein Investmentfonds, der das Geld vieler Anleger in Immobilien investiert. Anteile sind börsengehandelt und nach Mindesthaltefrist rückgebbar.
Wie hoch ist die Rendite von Immobilienfonds?
Offene Fonds erzielen typischerweise 2–4 % p.a., geschlossene Fonds 5–8 % p.a. – bei höherem Risiko.
Sind Immobilienfonds sicher?
Offene Fonds gelten als relativ sicher (Sondervermögen), geschlossene Fonds bergen ein Totalverlustrisiko. Beide unterliegen der KAGB-Regulierung.
Was ist der Unterschied zu Crowdinvesting?
Fonds investieren breit gestreut und werden von der BaFin reguliert. Crowdinvesting finanziert einzelne Projekte als Nachrangdarlehen ohne Einlagensicherung.
Wie lange muss ich Fondsanteile halten?
Bei offenen Fonds gilt eine Mindesthaltefrist von 24 Monaten plus 12 Monate Kündigungsfrist. Geschlossene Fonds haben Laufzeiten von 10–20 Jahren.
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