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Immobilienlexikon

Bodenrichtwert

Der Bodenrichtwert gibt den durchschnittlichen Lagewert des Bodens je Quadratmeter an – ein zentrales Instrument für Immobilienbewertung, Grundsteuer und Kaufentscheidungen.
Ob Grundstückskauf, Erbschaftssteuer oder Wertermittlung: Der Bodenrichtwert liefert die amtliche Grundlage für unzählige Immobilientransaktionen.
€/m²Angabe
Alle 2 J.Ermittlung
§ 196BauGB
ÖffentlichEinsehbar
Definition

Der Bodenrichtwert ist ein amtlich ermittelter Durchschnittswert für den Bodenwert in einer bestimmten Lage (Bodenrichtwertzone). Er wird von den Gutachterausschüssen auf Basis tatsächlicher Kaufpreise alle zwei Jahre neu festgelegt und in Bodenrichtwertkarten veröffentlicht. Der Wert bezieht sich auf einen unbebauten Quadratmeter Grundstücksfläche.

Grundlagen

So wird der Bodenrichtwert ermittelt
Vom Kaufpreisvertrag bis zur Bodenrichtwertkarte.

Kaufpreissammlung

Jeder Immobilienverkauf wird dem Gutachterausschuss gemeldet. Aus Tausenden realer Transaktionen leitet der Ausschuss Durchschnittswerte ab.

Zonenbildung

Gebiete mit vergleichbarer Lagequalität werden zu Bodenrichtwertzonen zusammengefasst. Jede Zone erhält einen einheitlichen €/m²-Wert.

Stichtag

In Mecklenburg-Vorpommern gilt der 01.01. als Stichtag. Die Werte werden alle zwei Jahre neu berechnet und veröffentlicht.

Veröffentlichung

Die Bodenrichtwerte sind öffentlich einsehbar – in MV über das BORIS-MV Portal. Jeder kann die Werte kostenlos abrufen.

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Anwendung

Wofür der Bodenrichtwert genutzt wird
Fünf wichtige Anwendungsbereiche im Überblick.

1. Immobilienbewertung: Basis für Bodenwertberechnung im Sachwert- und Ertragswertverfahren. 2. Grundsteuer: Nach der Reform 2025 fließt der Bodenrichtwert direkt in die Grundsteuerbemessung ein (Bundesmodell). 3. Erbschaft-/Schenkungsteuer: Das Finanzamt nutzt Bodenrichtwerte für die steuerliche Bewertung. 4. Kaufentscheidung: Käufer vergleichen den geforderten Preis mit dem amtlichen Richtwert. 5. Kreditvergabe: Banken orientieren sich bei der Beleihungsbewertung am Bodenrichtwert.

Rostock

Bodenrichtwerte in Rostock
Aktuelle Richtwerte und regionale Besonderheiten.

Spanne 2024

In Rostock reichen die Bodenrichtwerte von ca. 25 €/m² (Randlagen, Dierkow) bis über 450 €/m² (Warnemünde Seeseite, KTV Bestlagen). Die Stadtmitte liegt bei 150–280 €/m².

BORIS-MV

Alle Rostocker Bodenrichtwerte sind im Portal BORIS-MV kostenlos einsehbar. Auch historische Werte für Trendanalysen sind abrufbar.

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Praxistipp

Bodenrichtwert richtig einordnen
Was der Wert aussagt – und was nicht.

Der Bodenrichtwert ist ein Durchschnittswert – er berücksichtigt keine individuellen Grundstücksmerkmale wie Zuschnitt, Erschließung, Altlasten oder Baurecht. Ein Eckgrundstück in einer 200-€/m²-Zone kann deutlich mehr oder weniger wert sein als der Richtwert. Für eine belastbare Bewertung braucht es immer eine individuelle Einschätzung durch einen Sachverständigen oder erfahrenen Makler.

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HinweisDieser Lexikon-Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine professionelle Bewertung. Bodenrichtwerte sind Durchschnittswerte – für individuelle Einschätzungen kontaktieren Sie uns.
Quellen: § 196 BauGB, Gutachterausschuss Rostock, BORIS-MV Portal, ImmoWertV, Grundsteuerreform 2025.

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