Neuregelung der Maklerprovision

Neuregelung der Maklerprovision in 2020

Die Kaufnebenkosten wie Grunderwerbssteuer, Notarkosten, Grundbucheintrag etc. stellen einen entscheidenden finanziellen Faktor beim Erwerb einer Immobilie dar. Ein weiterer Aspekt, der je nach Region sowohl Käufer als auch Verkäufer betreffen kann, ist die Maklerprovision. Im vergangenen Jahr hat der Gesetzgeber beschlossen, die Aufteilung der Maklerkosten beim Kauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern bundesweit zu vereinheitlichen. Auf diesem Wege soll künftig die Bildung von Wohneigentum durch niedrigere Erwerbsnebenkosten erleichtert werden.

Gesetzesentwurf verspricht Vorteile für Käufer

Auf politischer Ebene wurde in den vergangenen Jahren eine Vielzahl an Anträgen und Vorschlägen eingereicht, um die Nebenkosten für den Erwerb selbstgenutzten Wohnraums zu reduzieren. Im Vordergrund der Diskussion stand die Verteilung der Maklerkosten beim Immobilienkauf. Anders als beim Bestellerprinzip, welches derzeit im Mietmarkt gültig ist, hat man sich auf eine anderweitige Lösung geeinigt. So soll in Zukunft die Person, die dem Immobilienmakler als zweites den Auftrag erteilt, nicht mehr zahlen als der erste Auftraggeber. Kurzum, der zweite Auftraggeber muss nur noch maximal 50 % der Provision übernehmen. Wenn sowohl Käufer als auch Verkäufer den Makler beauftragen, ist er dazu angehalten, eine Entlohnung in gleicher Höhe von beiden Parteien zu verlangen.

Neuregelung in der Praxis

Inwiefern sich die Neuregelung in der Praxis bewähren wird, bleibt abzuwarten. Festgelegtes Ziel sei es jedoch, die Rahmenbedingungen beim Erwerb von selbst genutzten Immobilien für Käufer, insbesondere in stark nachgefragten Märkten zu verbessern. Dies sowohl was die anfallenden Nebenkosten, aber auch eine möglichst objektive Interessenvertretung seitens der Immobilienmakler angeht. Während der Gesetzentwurf noch das parlamentarische Verfahren durchläuft, wird mit dessen Inkrafttreten im Herbst 2020 gerechnet. 

Stand: Juni 2020