Ratgeber • Mehrfamilienhaus verkaufen • Rostock • Mecklenburg-Vorpommern
Beim Mehrfamilienhaus zählt nicht der „schöne Eindruck“, sondern ob Zahlen, Mietverträge und Zustand zusammenpassen. Käufer prüfen hier wie ein Steuerprüfer auf Kaffee: Mieten, Abrechnungen, Leerstand, Instandhaltungsstau. Dieser Guide zeigt, was wirklich gefragt wird – und wie du Rendite/Faktor plausibel machst, ohne Märchenstunde.
Hinweis: Keine Rechts- oder Steuerberatung. Aussagen zu Rendite/Preis sind immer objekt- und marktabhängig. Für sensible Mieterdaten gilt: öffentlich nur anonymisiert/geschwärzt – Details in einem Datenraum für ernsthafte Interessenten.
Wenn diese drei Punkte klar sind, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Verhandlungen über den Preis laufen – nicht über Misstrauen.
Ist die Ist-Miete sauber belegbar (Verträge, Zahlungsfluss, Leerstand)? Gibt es Besonderheiten (Staffel/Index, befristet, Möblierung)?
Merksatz: Unklare Mieten = Risiko = Faktor runter.
Betriebskosten/Heizkosten nachvollziehbar, keine „Kreativ-Positionen“, keine Dauerbaustelle mit Nachzahlungen.
Merksatz: Wer Abrechnungen nicht erklären kann, verkauft schwieriger.
Dach/Fassade/Heizung/Stränge/Fenster: Was ist gemacht, was ist fällig? Käufer rechnen CapEx – ob du willst oder nicht.
Merksatz: „Müsste man mal“ ist kein Zustand – das ist ein Preisabschlag.
Beim MFH kaufst du nicht nur Steine, sondern Cashflow + Risiko. Je schneller du Daten liefern kannst, desto ernsthafter ist die Nachfrage. Und: „später nachreichen“ ist bei Kapitalanlegern oft gleichbedeutend mit „nicht kaufen“.
Tipp: Ein sauberer Datenraum spart mehr Zeit als jede Hochglanzbroschüre.
Die Kunst ist: Zahlen liefern, aber sauber einordnen.
Merksatz: Je transparenter die Logik, desto weniger „Misstrauensabschlag“.
Das wirkt professionell – und schützt dich vor unnötigem Drama.
Kapitalanleger denken häufig in Faktor (Kaufpreis / Jahresnettokaltmiete) oder Rendite. Was viele unterschätzen: Nicht nur die Miete zählt – sondern auch Risiko, Zustand und Stabilität der Einnahmen.
„Da könnte man erhöhen“ ist nur dann wertvoll, wenn es realistisch und belegbar ist (Mietspiegel, Zustand, Vergleich).
Praxis: Unrealistische Soll-Mieten zerstören Vertrauen – und drücken am Ende den Preis.
Wenn Dach/Heizung/Stränge fällig sind, rechnet der Käufer das ein. Transparenz ist hier besser als Überraschung.
Praxis: Ein klarer Maßnahmenstand kann den Deal retten – obwohl er „nicht perfekt“ ist.
Leerstand, Problem-Mieter, unklare Abrechnungen, fehlende Unterlagen – das sind direkte Renditekiller (und Preisdrücker).
Praxis: Saubere Dokumentation = weniger Risikoaufschlag.
Nicht alles muss „schön“ sein – aber es muss klar sein.
Ziel: Erst Daten stabil, dann Vermarktung. Sonst verhandelst du später unter Druck.
Mieterliste, Verträge, Abrechnungen, Nachweise, Energie, Grundrisse, Maßnahmen – strukturiert und datenschutzkonform.
Was ist stabil (Ist-Miete), was ist Potenzial (Soll)? Investitionsstau sauber benennen – nicht verstecken.
Vergleich, Faktor/Rendite, Risikoabschläge begründen. Ziel: plausibel, nicht „optimistisch“.
Nur ernsthafte Anfragen weiter. Kapitalnachweis/Strategie abklopfen, bevor Daten rausgehen.
Technik/Zustand zeigen, Fragen antizipieren (Heizung, Dach, Stränge, Leerstand). Nichts „schönreden“.
Klarer Deal: Preis, Übergang Nutzen/Lasten, Mietkautionen, Unterlagenübergabe, Gewährleistung/Haftung sauber.
Kurz & ehrlich: Das sind die Klassiker, die Deals verzögern oder killen.
Doch. Spätestens in der Prüfung. Ohne Verträge wird aus Interesse schnell Skepsis – und Skepsis wird Preisabschlag.
Unklare Betriebskosten/Heizkosten wirken wie ein Risiko (oder wie ein Problem). Käufer wollen nachvollziehbare, saubere Unterlagen.
Käufer rechnen CapEx. Wenn du es nicht sauber benennst, rechnen sie schlimmer – oder springen ab.
Das zerstört Vertrauen. Potenzial ist okay – aber bitte sauber getrennt und realistisch begründet.
Keine personenbezogenen Daten in öffentliche Exposés. Datenraum + Vorqualifikation ist der professionelle Weg.
Transparente Mieten/Unterlagen + nachvollziehbare Preislogik. Wenn Käufer schnell prüfen können, wird der Prozess deutlich ruhiger.
Fehlende Abrechnungen, unklare Mietverträge, keine belastbaren Mietnachweise und „ungeklärter“ Investitionsstau.
Nicht verstecken. Zeitraum, Gründe, Maßnahmen und realistische Soll-Perspektive benennen. Transparenz reduziert Risikoaufschläge.
Es ist ein starker Anker – aber Zustand, Lage, Risiko und Marktnachfrage gehören immer dazu. Rendite ist nie „nur eine Zahl“.
10 Minuten Klartext: Mieten, Unterlagen, Zustand, Zielgruppe – dann sagen wir Ihnen, was als nächster Schritt sinnvoll ist und welche Daten den Verkauf am meisten beschleunigen.
Hinweis: Aussagen zu Rendite/Preis sind objekt- und marktabhängig. Eine fachliche Einschätzung ist keine Garantie.