Ratgeber • Immobilie im Alter • Rostock • Mecklenburg-Vorpommern
Das Haus war 30 Jahre perfekt. Jetzt ist der Garten zu viel, die Treppe zu steil und drei Zimmer stehen leer. Dieser Ratgeber hilft bei der ehrlichen Frage: Was passt jetzt besser – und wie geht man es an, ohne Hektik?
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Hinweis: Keine Rechts- oder Steuerberatung. Bei Themen wie Nießbrauch, Schenkung, Pflichtteil oder Erbfolge ist der Fachanwalt/Notar/Steuerberater zuständig. Wir klären die Immobilienseite: Wert, Optionen, Ablauf.
Die meisten Menschen in dieser Situation haben kein „Problem" – sie haben ein Haus, das nicht mehr zum Leben passt. Das ist kein Drama, sondern eine Gelegenheit. Aber nur, wenn man sich ehrlich fragt:
Vier Zimmer für zwei Personen bedeutet: drei Zimmer heizen, putzen und instand halten, die niemand nutzt.
Treppen, Schwellen, Badewanne statt Dusche – was heute kein Problem ist, kann in fünf Jahren eins werden.
Grundsteuer, Versicherungen, Energie, Instandhaltung, Gartenarbeit. Viele unterschätzen die laufenden Kosten – besonders bei älteren Gebäuden mit Nachholbedarf.
Teile des Hauses vermieten klingt theoretisch gut – bedeutet aber Verwaltung, Mieterrechte und Investitionen.
Kein Zeitdruck. Diese Entscheidung darf reifen. Aber: Je früher Sie die Zahlen kennen, desto souveräner entscheiden Sie – statt unter Druck zu handeln.
Barrierefreier Umbau (Dusche statt Wanne, Treppenlifte, Schwellenabbau), Gartenarbeit delegieren, energetische Sanierung. Sinnvoll, wenn Lage und Nachbarschaft stimmen und die Kosten im Rahmen bleiben. Nicht sinnvoll, wenn der Umbau teurer wird als der Umzug in eine passende Wohnung.
Haus verkaufen, kleinere Wohnung kaufen oder mieten. Der häufigste Weg. Vorteile: reduzierte Kosten, weniger Aufwand, Kapital frei. Wichtig: Erst den Wert klären, dann die Wohnung suchen – nicht umgekehrt.
Einliegerwohnung vermieten oder das ganze Haus. Mieteinnahmen zur Rente, Vermögenswert erhalten. Aber: Verwaltung, Instandhaltung und Mieterrechte sind keine Nebensache. Und: Wenn das Haus nicht für Vermietung optimiert ist, kann der Aufwand den Ertrag schnell übersteigen.
Die ehrliche Antwort: Bevor es dringend wird. Wer aus Gesundheitsgründen, Pflegebedarf oder finanziellem Druck verkaufen muss, verhandelt aus einer schlechteren Position als jemand, der in Ruhe plant.
Das Haus erfordert Investitionen (Heizung, Dach, Fenster), die Sie nicht mehr tragen wollen oder können.
Die Pflege von Haus und Garten wird zur Belastung statt zur Freude.
Sie denken seit Monaten darüber nach – aber schieben die Entscheidung.
Kinder oder Enkel haben kein Interesse an der Immobilie (das darf man aussprechen).
Ein Gedanke: Viele empfinden den Verkauf des Familienhauses als Verlust. Tatsächlich ist es oft ein Gewinn an Freiheit – weniger Arbeit, weniger Kosten, mehr Flexibilität. Und das Kapital aus dem Verkauf gibt finanzielle Sicherheit in einer Lebensphase, in der das besonders wertvoll ist.
Erdgeschoss oder Aufzug. Schwellenfreie Dusche. Breitere Türen. Das ist kein Luxus, sondern Voraussicht.
Nahversorgung fußläufig? Arztpraxen erreichbar? ÖPNV? In Rostock sind Stadtteile wie Reutershagen, Südstadt oder KTV infrastrukturell gut aufgestellt.
Hausgeld bei Eigentumswohnungen kalkulieren – das ersetzt aber Grundsteuer, Versicherung, Garten und vieles mehr. Oft günstiger als gedacht.
Erst verkaufen, dann kaufen? Oder parallel? Das hängt von Markt und Finanzierung ab. Eine Zwischenfinanzierung ist möglich, aber nicht immer nötig.
Manchmal ist weder „komplett verkaufen" noch „komplett behalten" die beste Lösung. Nießbrauch und Wohnrecht sind Zwischenformen, die vor allem bei Schenkungen an Kinder relevant werden.
Sie übertragen das Eigentum (z. B. an die Kinder), behalten aber das Recht, die Immobilie zu nutzen oder die Mieteinnahmen zu beziehen. Wird im Grundbuch eingetragen.
Ähnlich, aber enger – nur das Recht, selbst darin zu wohnen (keine Vermietung).
Wichtig: Beide Varianten haben steuerliche und erbrechtliche Auswirkungen. Das ist kein DIY-Thema – Notar und Steuerberater gehören dazu. Wir klären vorab den Immobilienwert als Basis für die Entscheidung.
Kein Verkaufsdruck, kein Zeitlimit. Wir klären: Was ist Ihr Haus wert? Was sind die Optionen? Und was passt – finanziell und persönlich?
Am besten, wenn Sie noch in Ruhe planen können – nicht erst, wenn Gesundheit oder Finanzen drängen. Je entspannter die Situation, desto besser die Verhandlungsposition und desto mehr Optionen bleiben offen.
Ja, über Nießbrauch oder Wohnrecht. Beides wird im Grundbuch eingetragen und hat steuerliche Auswirkungen. Das erfordert eine notarielle Regelung und idealerweise vorherige Beratung durch Steuerberater und Notar.
Nicht zwingend. In manchen Fällen reicht Ordnung und Sauberkeit. In anderen lohnt ein gezielter Hebel (z. B. streichen, Garten aufräumen). Teure Renovierungen vor dem Verkauf rechnen sich selten – die Käuferzielgruppe hat oft eigene Vorstellungen.
Das hängt von Lage, Zustand, Größe, Grundstück und Marktnachfrage ab. Eine professionelle Wertermittlung gibt Ihnen eine realistische Einordnung – als Grundlage, nicht als Versprechen.
Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Rechts- oder Steuerberatung. Bei Nießbrauch, Schenkung, Erbfolge oder steuerlichen Fragen ist der Fachanwalt/Steuerberater/Notar zuständig.