Ratgeber • Grundstück verkaufen • Rostock • Mecklenburg-Vorpommern
Ein Grundstück ist keine Wohnung „ohne Haus“. Beim Grundstück entscheidet nicht das Foto, sondern die Frage: Was darf ich hier wirklich bauen – und was kostet es, dahin zu kommen? Bebauungsplan/Innenbereich, Erschließung, Rechte/Lasten und Teilbarkeit machen den Unterschied zwischen „guter Deal“ und „viel Spaß beim Nachverhandeln“.
Hinweis: Keine Rechts- oder Steuerberatung. Baurechtliche Fragen klärt am Ende die zuständige Behörde. Wir sorgen dafür, dass die Faktenlage sauber ist und die Vermarktung nicht auf Vermutungen basiert.
Wenn diese drei Punkte klar sind, ersparst du dir die typischen Endlos-Rückfragen – und Käufer können seriös kalkulieren.
„Bauen kann man da bestimmt“ ist kein Argument. Käufer brauchen Regeln.
„Leitungen liegen irgendwo“ reicht nicht. Entscheidend ist: was ist da – und wer zahlt?
Hier verstecken sich die echten Preishebel – positiv wie negativ.
Merksatz: Grundstücke werden nicht „zu teuer“, sie werden „zu unklar“. Klarheit verkauft.
Käufer fragen fast immer zuerst: „Was darf ich bauen?“ Wenn du darauf nur „müsste gehen“ antwortest, ist die Verhandlung schon verloren.
Der B-Plan ist die Spielanleitung: Baugrenzen, GRZ/GFZ, Geschosse, Dachformen, Nutzung. Vorteil: planbar. Nachteil: Regeln sind Regeln.
Praxis: Ein „Baufenster“ kann den Wert massiv beeinflussen – auch wenn das Grundstück groß wirkt.
Dann zählt die Umgebungsbebauung: Was steht drum herum, in welcher Dichte, mit welcher Nutzung? Vorteil: manchmal flexibler. Nachteil: mehr Klärungsbedarf.
Wenn’s strittig ist, ist eine belastbare Auskunft/Einordnung Gold wert – für Käufer UND Bank.
Außenbereich, Splitterlage, ungeklärte Zufahrt oder „irgendwo muss doch ein Weg sein“ – das sind Klassiker. Nicht dramatisieren, aber auch nicht weichspülen: Wer das sauber benennt, spart allen Beteiligten Theater.
Grundstücke verkaufen scheitert selten am Preis – sondern an fehlenden Auskünften. Hier die Liste, die in der Praxis die meisten Rückfragen killt.
Praxistipp: Wenn etwas nicht vorliegt, sag nicht „gibt’s nicht“ – sag „liegt (noch) nicht vor“ und hol es aktiv. Das klingt banal, spart aber echte Preisabschläge.
Bodenrichtwert wird gern wie ein Taschenrechner benutzt. In Wahrheit ist es ein Orientierungswert, der ohne Baurecht/Erschließung/Teilbarkeit schnell danebenliegt. Käufer rechnen: „Was ist nutzbar – und was kostet es?“
Großes Grundstück bringt nichts, wenn das Baufenster klein ist oder Teilung nicht geht.
Fehlende Anschlüsse/Zufahrt = Zusatzkosten. Wer das verschweigt, zahlt später im Preis.
Wegerechte, Leitungen, Baulasten: nicht immer schlimm – aber immer erklärungsbedürftig.
Reality-Check: „Wir setzen erstmal hoch an – runter geht immer“ funktioniert bei Grundstücken besonders schlecht, weil Käufer sehr schnell mit Gutachter/Architekt nachrechnen lassen.
Hier die Reihenfolge, die in der Praxis Stress vermeidet – und verhindert, dass du erst nach den ersten Anfragen merkst, dass noch drei Auskünfte fehlen.
Kataster/Flurkarte, Lage, Zugang. Wenn Grenzen strittig sind: früh klären.
B-Plan/Innenbereich/Außenbereich: belastbar benennen, nicht „gefühlte“ Bebaubarkeit.
Zufahrt + Medien + mögliche Beiträge/Kosten. Käufer wollen Klarheit.
Grundbuch, Baulasten, Leitungen, Altlastenhinweise – transparent aufbereiten.
Vergleich + Nutzbarkeit + Kosten. Dann Marktstart mit sauberem Storyboard.
Kaufvertrag, Bedingungen, Besitz-/Lastenwechsel. Keine Überraschungen „im Kleingedruckten“.
Kurz, direkt, praxisnah.
Ohne klare Einordnung (B-Plan/Innenbereich/Außenbereich) bleibt es Spekulation. Spekulation kauft niemand teuer – höchstens günstig.
Wenn die Zufahrt nicht gesichert ist, wird’s ein Risikoobjekt. Das kann Finanzierung verhindern oder den Preis deutlich drücken.
Anschlusskosten und Beiträge sind real. Wer das erst spät erwähnt, provoziert Nachverhandlung oder Rücktritt.
Ein Leitungsrecht ist nicht automatisch fatal – aber es beeinflusst Baufenster und Nutzung. Wenn das erst im Notartermin auffällt, wird’s unangenehm.
Teilbarkeit ist kein Wunsch. Es hängt an Baurecht, Erschließung, Zuschnitt und oft an Vorgaben. Versprechen ohne Grundlage kostet Vertrauen – und Preis.
Richtwerte sind Orientierung. Der Marktpreis entsteht aus Nutzbarkeit, Nachfrage und Kosten. Wer nur mit Richtwert argumentiert, verliert gegen den ersten Käufer mit Taschenrechner.
Baurechtliche Einordnung (B-Plan/Innenbereich), Baulasten, klare Erschließungsinfos sowie gesicherte Zufahrt. Genau das erzeugt die meisten Preisabschläge.
Bodenrichtwert ist Orientierung. Vergleich (ähnliche Grundstücke mit ähnlicher Nutzbarkeit) ist näher am Markt – aber nur, wenn Baurecht und Erschließung vergleichbar sind.
Nein – aber es muss klar sein, was vorhanden ist, was fehlt und welche Kosten daraus entstehen. „Unklar“ ist teurer als „nicht vorhanden“.
Abhängig von Lage, Baurecht, Zuschnitt und Preislogik. Wenn die Faktenlage sauber ist, laufen Entscheidungen schneller – weil Käufer planen können.
Ja – wenn du Baurecht, Erschließung, Rechte/Lasten und Preislogik sauber erklären kannst und die Verhandlung/Abwicklung sicher beherrschst. Wenn nicht: es wird oft teurer als man denkt.
Ein kurzes Erstgespräch spart oft mehrere Schleifen: Baurecht, Erschließung, Rechte/Lasten und Preislogik – dann sagen wir Ihnen klar, was als Nächstes sinnvoll ist.
Hinweis: Aussagen zu Preisen/Zeitplänen sind immer markt- und objektspezifisch. Eine Wertermittlung ist eine fachliche Einschätzung – keine Garantie.